O Fontäne Bellerie

Gedicht von Pierre De Ronsard Sammlung OdenThemen GlückEpoche 16. Jahrhundert

O Fontäne Bellerie,
Schöne teure Quelle,
unserer Nymphen, wenn dein Wasser
sie birgt im Schoß der Quelle,
fliehend vor dem jungen Satyr,
der sie hetzt im Laufe
bis an deines Baches Rand,

Du bist die ewige Nymphe
meines väterlichen Landes:
darum sieh in diesem grünen Wieschen
deinen Dichter, der dich schmückt
mit einem kleinen Milchzieglein,
dem das eine und das andre Horn
aus der jungen Stirn entspringt.

Im Sommer schlaf ich oder ruhe
auf deinem Gras, wo ich ersinne,
verborgen unter deinen grünen Weiden,
ich weiß nicht was, das deinen Ruhm
durch das Weltall senden wird,
gebietend der Erinnerung,
daß du lebest durch meine Verse.

Die Glut der Hundstage
verbrennt dein grünes Ufer nicht,
so sehr, daß überall
dein Schatten dicht und dick ist
für die Hirten, die aus den Pferchen kommen,
für die vom Pflug ermüdeten Ochsen
und für das verstreute Vieh.

Io! du wirst ohne Ende
der Quellen Fürstin sein,
ich aber feiernd die Röhre
des durchbohrten Felsens, die herborsprüht
mit heiserem Getön
ndas Wasser deiner plätschernden Quelle,
die hüpfend einander folgt.

Pierre de Ronsard

Übersetzung von Poésies 123 mit Unterstützung des KI-Modells deepseek-chat erstellt.

Text veröffentlicht auf Poésies 123: https://www.poesies123.com/de/gedicht-o-fontaine-bellerie-pierre-de-ronsard/