ÜBER EINEN VOLKSHELDEN.
O Volk! unter diesem Schädel, in den nichts gedrungen ist,
Unter der ehrwürdigen, mürrischen und verehrten Braue
Des Tribunen und des Anachoreten,
Unter dieser Stirn, aus der eines Tages die Revolutionen,
Indem sie sie öffnen, die Visionen werden hervorgehen lassen,
Wohnt ein entsetzlicher Gedanke.
So betrachtet in Indien bisweilen der neugierige Wanderer
Mit Ehrfurcht einen geheimnisvollen Berg.
Vom Gipfel berühren die Wolken ihn,
Er träumt und glaubt zu atmen, ohne zu nahe zu kommen,
In diesen Felsen, diesen Wassern, diesen düsteren Wäldern,
Eine verborgene Gottheit.
Das Innere des Berges ist als Pagode gemeißelt.
Dann kommt endlich der Tag der Feierlichkeit.
Man bricht die zugemauerte Tür auf.
Das Volk strömt herbei, lärmende Schreie ausstoßend; —
Das Götzenbild sodann, ein blindes und monströses Embryo,
Kommt aus dem aufgerissenen Berg hervor.
Victor Hugo
Übersetzung von Poésies 123 mit Unterstützung des KI-Modells deepseek-chat erstellt.
Text veröffentlicht auf Poésies 123: https://www.poesies123.com/de/gedicht-ueber-einen-volkshelden-victor-hugo/
