Wenn du gehst, den Schritt rhythmisch, entlang der Felder,
Liebe es, dir selbst zum Gefallen zu benennen
Den Süden, den Westen, den Osten, den Norden,
Klare und sanfte Worte, schreckliche und starke Worte,
Die die schönen Gedichte schmücken.
Mögen sie dir die Wälder, die Berge und die Sonne heraufbeschwören;
Mögen sie dir das Meer und den großen roten Hafen heraufbeschwören,
Der dort unten die Grenzen der Erde erleuchtet;
Mögen sie dir die Buschsteppe und die Wüsten des Feuers heraufbeschwören
Und das weiße Minarett am roten und blauen Himmel
Oder den funkelnden Frost der Polargebirge.
Im Monat April, im Monat Mai,
Den Arm schlenkernd, den Schritt rhythmisch,
Liebe es, immer wieder zu sagen, dir zum Gefallen,
Ihre gebieterischen Silben.
An Sommertagen, wenn der Mittag siedet,
Sind sie gleich vier Adlern, die plötzlich
Den Raum mit großen tollen Flügen schlagen
Und durch die Wolken reisen.
An Sommertagen sind sie noch gleich
Silbernen und goldenen Kugeln,
Die Berge und Täler zeichnen,
Unermeßlich, in den bunten Ernten.
Sie sind auch die Reiter des alten Winters,
Die den Regenguß durchreiten und den Sturm peitschen.
Der Reif kleidet sie und der Nebel maskiert sie.
Mögen sie aus der Ebene oder vom Meer sich aufschwingen,
Gott weiß zu welchem ungeheuren und furchtbaren Lanzenstechen,
Sie verwüsten die Kreuzwege
Und die Dörfer und die Flecken,
Und die Bäume, die den Kreis
Des Unendlichen ziehen, entlang der Straßen.
Wenn du dahingehst entlang eines Feldes,
Skandiere für dich ihre mächtigen Namen.
So werden der flinke Gang und das schnelle Lied,
Die den Osten, den Westen und den Süden und den Norden feiern,
Sie gleichsam in das Fleisch deines Körpers eingehen lassen,
Mit ihrem glühenden Atem und ihrem unerschrockenen Flug.
Vielleicht sagen sie dir das Gestirn, das sie gestreift,
Jenseits des Äthers, wo andere Welten leben,
Und Perseus und die pulsierende und fruchtbare Venus,
Und die Leier aufrecht über dem gestirnten Abgrund,
Und die Jungfrau und Wega und der Löwe und die Bärin,
Dann wirst du dein ungestümes Wesen fühlen,
Wie es sein Gesetz in der Ordnung und Pracht der Himmel findet
Und dein Traum seinen Schwung und seinen Lauf regelt
Nach dem goldenen Zug der Sterne, dort oben,
Und deine Kraft wachsen und deine zahllosen Gedanken
Nach und nach ihr Gewicht und ihren Schatten fallen lassen
Und die helle Unermeßlichkeit in dein Gehirn eingehen.
Emile Verhaeren
Übersetzung von Poésies 123 mit Unterstützung des KI-Modells deepseek-chat erstellt.
Text veröffentlicht auf Poésies 123: https://www.poesies123.com/de/gedicht-der-osten-der-westen-der-sueden-der-norden-emile-verhaeren/
