Die Verschreckten

Gedicht von Arthur Rimbaud Sammlung GedichteThemen NahrungEpoche 19. Jahrhundert

Schwarz im Schnee und im Nebel,
Am großen Kellerfenster, das aufleuchtet,
Ihre Hintern rund,

Auf den Knien, fünf Kleine, – Elend! –
Schauen dem Bäcker zu, der
Das schwere blonde Brot macht.

Sie sehen den starken weißen Arm, der
Den grauen Teig wendet und ihn einschiebt
In ein helles Loch.

Sie hören das gute Brot backen.
Der Bäcker mit dem fetten Lächeln
Brummt eine alte Weise.

Sie sind geduckt, keiner bewegt sich,
Im Hauch des roten Kellerfensters,
Warm wie eine Brust.

Wenn für irgendein Mitternachtsmahl,
Geformt wie eine Brioche,
Das Brot herausgeholt wird,

Wenn unter den verräucherten Balken,
Die duftenden Krusten singen
Und die Heimchen,

Daß dieses warme Loch Leben haucht,
Ist ihre Seele so entzückt
Unter ihren Lumpen,

Sie fühlen sich so wohl am Leben,
Die armen Jesulein voller Reif,
Daß sie alle da sind,

Ihre kleinen rosa Näschen klebend
Ans Gitter, vor sich hin brummend
Zwischen den Lücken,

Ganz einfältig, ihre Gebete sprechend
Und hingekauert zu diesen Lichtern
Des wieder geöffneten Himmels,

So sehr, daß sie ihre Hose platzen lassen
Und ihr Hemd flattert
Im Winterwind.

Arthur Rimbaud

Übersetzung von Poésies 123 mit Unterstützung des KI-Modells deepseek-chat erstellt.

Text veröffentlicht auf Poésies 123: https://www.poesies123.com/de/gedicht-les-effares-arthur-rimbaud/