Die Furcht

Gedicht von Emile Verhaeren Epoche 19. Jahrhundert

Durch die Ebenen meiner Furcht, gen Norden gewandt,
Da schallt der alte Hirte der Novembermonate, der hörnt,
Aufrecht, wie ein Unglück, an der Schwelle des düsteren Pferchs,
Der in der Ferne den Ruf der Herden des Todes hörnt.

Der Stall ist da, schwer und alt wie eine Reue,
Tief in meinen Landen grenzenloser Traurigkeit,
Den ein kleiner Bach, von Minze und Schlinge gesäumt,
Müde seiner schweren Fluten, welk macht mit verschlungenem Lauf.

Schwarze Schafe, mit roten Kreuzen auf den Schultern,
Und Widder von Feuerfarbe kehren ein, unter Stockschlägen,
Wie seine langsamen Sünden, in meine Seele des Schreckens;

Der alte Hirte der Novembermonate hörnt Sturm.
Sagt, welcher Blitzflug hat eben mein Haupt gestreift,
Daß an diesem Abend mein Leben so sehr sich vor mir gefürchtet hat?

Emile Verhaeren

Übersetzung von Poésies 123 mit Unterstützung des KI-Modells deepseek-chat erstellt.

Text veröffentlicht auf Poésies 123: https://www.poesies123.com/de/gedicht-die-furcht-emile-verhaeren/