Drei Jahre ist’s, daß meine Großmutter starb,
Die gute Frau, – und als man sie begrub,
Verwandte, Freunde, alle Welt beweinte
Mit wahrer und mit bitrer Trauer sie.
Nur ich ging durch das Haus, bestürzt,
Mehr als betrübt; und da ich nah
An ihrem Sarge stand, – da tadelte mich jemand,
Daß ich dies sah ohn Tränen und ohn Klagen.
Laute Trauer ist gar bald vorüber:
Seit drei Jahren haben andre Rührungen,
Güter, Übel, – Umwälzungen, –
In diesen Wänden ihre Spur verwischt.
Nur ich gedenke ihr und weine oft;
Seit drei Jahren, die mit der Zeit erstarkt,
Wie ein Name, in eine Rinde graviert,
Gräbt sich ihr Andenken immer tiefer ein!
Gérard de Nerval
Übersetzung von Poésies 123 mit Unterstützung des KI-Modells deepseek-chat erstellt.
Text veröffentlicht auf Poésies 123: https://www.poesies123.com/de/gedicht-die-grossmutter-gerard-de-nerval/
