Bis zur Erschöpfung

Gedicht von Emile Verhaeren Epoche 19. Jahrhundert

Bist du auch schlaff und winselnd und so arm! so trüb!
So müde! Richte dich auf, besiege dich selbst;
Erhebe deinen Willen, der am Randstein hinsinkt,
Und spring auf, steh auf, schlag nieder, mein Herz!

Peitsche finster dein ganz ausgeblutetes
Gerippe auf und treibe im Wind, auf blutrot
Gefärbten Wegen, deinen Lauf; und wittere und lecke mit der Zunge
Deine Wunde, und kämpfe und stolpere und falle – und ersteh wieder!

Du kannst nicht mehr und hoffst nicht mehr; was tut’s!
Da dein unermesslicher Hass noch sein Leid wiehert,
Da das Schicksal dich rasend macht und du nicht tot bist
Und dein gegeißeltes Übel sich in deinem Stolz aufbäumt.

Und sei es von der Qual noch! noch!
Und schön und toll und rot und trunken – und die Begierde,
Sich den Schmerz durch jede Pore zu trinken,
Und Schwindel und Entsetzen – und die Lust,

O mein Klepper aus Schwefel und Knochen, den ich zuschanden reite,
Jener einst, dort unten, in jenen Mitternächten des Nordens,
Der Ritter aus Blitz, auf ihren Rössern aus Ebenholz,
Die durchgingen, hitzig von der Leere und vom Tod.

Emile Verhaeren

Übersetzung von Poésies 123 mit Unterstützung des KI-Modells deepseek-chat erstellt.

Text veröffentlicht auf Poésies 123: https://www.poesies123.com/de/gedicht-bis-zur-erschopfung-emile-verhaeren/