Du bist ein schöner Herbsthimmel, klar und rosig!
Doch die Traurigkeit steigt in mir auf wie das Meer
und lässt, zurückweichend über meine mürrische Lippe,
die brennende Erinnerung an ihren bitteren Schlamm.
– Vergebens gleitet deine Hand über meine Brust, die ohnmächtig ist;
was sie sucht, Freundin, ist ein verwüsteter Ort,
von Kralle und Zahn des Weibes wild zerrissen.
Suche mein Herz nicht mehr; die Tiere haben es gefressen.
Mein Herz ist ein Palast, welchen der Auflauf welk machte;
man betrinkt sich dort, man bringt sich dort um, man rauft sich dort die Haare!
– Ein Duft schwebt um deinen nackten Busen!…
O Schönheit, hartes Verhängnis der Seelen, du willst es!
Mit deinen feurigen Augen, leuchtend wie Feste,
verbrenne diese Fetzen, welche die Tiere verschont haben!
Charles Baudelaire
Übersetzung von Poésies 123 mit Unterstützung des KI-Modells deepseek-chat erstellt.
Text veröffentlicht auf Poésies 123: https://www.poesies123.com/de/gedicht-causerie-charles-baudelaire/
