Ich habe eben mein geliebtes Weib gesehn
Und gehe ziellos, ohne Plan,
Den Mund noch ganz voll Duft und Wehn
Von ihrer Brüste warmem Nah’n.
Durch jenen Schleier, den zurück
Die junge Lust erst ließ, seh ich
In jeder Laterne ein Sternenglück,
In jedem Vorübergehnden einen Freund für mich.
Fledermäuse, verstreut im Raum,
Meine Traurigkeiten fliegen fort,
Verstecken sich in Schornsteinen kaum.
Schwarz, auf des Abends grünlich-hellstem Ort.
Das Gas entzündet sich an den Ständen…
Ich aber glaube, statt des Trottoirs,
Wolken unter meinen Füßen zu ergehen
Oder die Teppiche ihres Boudoirs.
Denn sie folgt meinen tollen Pfaden,
Und der Wind kommt mich zu streicheln sacht
Mit dem Klang ihrer Worte, die mir nahten,
Und dem Duft ihres Kusses, der mich bewacht.
Charles Cros
Übersetzung von Poésies 123 mit Unterstützung des KI-Modells deepseek-chat erstellt.
Text veröffentlicht auf Poésies 123: https://www.poesies123.com/de/gedicht-abend-charles-cros/
