Eine Fledermaus stürzte sich kopfüber
In ein Wieselnest; und kaum war sie darin,
Als die andere, seit langem auf die Mäuse erzürnt,
Herbeieilte, um sie zu verschlingen.
„Was? Ihr wagt es, sagt sie, Euch vor meinen Augen zu zeigen,
Nachdem Euer Geschlecht versucht hat, mir zu schaden!
Seid Ihr nicht eine Maus? Sprecht ohne Trug.
Ja, Ihr seid es, oder ich bin kein Wiesel.
– Verzeiht mir, sagt die Ärmste,
Das ist nicht mein Beruf.
Ich eine Maus! Bösewichter haben Euch diese Neuigkeit erzählt.
Dank dem Schöpfer des Universums
Bin ich ein Vogel; seht meine Flügel:
Es lebe das Volk, das die Lüfte durchschneidet!“
Ihre Rede gefiel und schien gut.
Sie macht es so geschickt, dass man ihr
Die Freiheit lässt, sich zurückzuziehen.
Zwei Tage später steckt sich unsere Unbesonnene
Blindlings
Zu einem anderen Wiesel, den Vögeln feind.
Da ist sie abermals in Lebensgefahr.
Die Herrin des Hauses mit ihrer langen Schnauze
War im Begriff, sie als Vogel zu verschlingen,
Als sie beteuerte, dass man ihr Unrecht tue:
„Ich, für eine solche gelten! Ihr seht nicht genau hin.
Was macht den Vogel? Das Gefieder.
Ich bin eine Maus: es leben die Ratten!
Jupiter möge die Katzen vernichten!“
Durch diese geschickte Antwort
Rettete sie zweimal ihr Leben.
Man hat mehrere gefunden, die, im Wappen wechselnd
Bei Gefahren, wie sie, oft ein Schnippchen geschlagen haben.
Der Weise sagt, je nach den Leuten:
„Es lebe der König, es lebe die Liga.“
Jean de La Fontaine
Übersetzung von Poésies 123 mit Unterstützung des KI-Modells deepseek-chat erstellt.
Text veröffentlicht auf Poésies 123: https://www.poesies123.com/de/fabel-die-fledermaus-und-die-beiden-wiesel-jean-de-la-fontaine/
