Übergang

Gedicht von Charles Cros Sammlung Das SandelholzkästchenEpoche 19. Jahrhundert

A Edouard Manet.

Der Wind, lauer Vorbote des Frühlingsansturms,
Hebt einen grünen Nebel von Knospen in den Zweigen.
Regen und Sonne, die Stille und die Stürme,
Die schwarzen Wälder am Himmel, der Schnee in weißen Streifen,
Wechseln sich ab. Die Natur ist wie siebzehn Jahre alt,
Ein nervöses junges Mädchen, schwankend auf ihren Hüften,
Lachend, weinend, nach ihren flüchtigen Launen.

Noch nicht Frühling, doch nicht mehr Winter.
Eure Seele, o meine Reizende, hat diese gemischten Stunden.
Die schwarzen Zweige sind voll von grünem Nebel.
Die bösen Worte und die trostlosen Reden,
Auf euren Lippen, halb geöffnete Heckenrosenknospe,
Weichen unter meinen Küssen. So schmelzen die Hagelschauer,
Und der Rasen schmückt sich mit Blumen, frei liegend.

Euer Schmollen wandelt sich in Lachen unter meinen Küssen,
Wie der Schnee schmilzt, blasser Nachzügler,
Unter den triumphierenden Strahlen der Sonne. Besänftigt,
Eure Augen, die mir Pantherblicke zuwarfen,
Sind nun ganz sanft. Teure, ihr schweigt,
Wie der schneebringende, kalte Wind eben verstummt ist.
Eure Wange und der Abend sind lau und rosig.

Charles Cros

Übersetzung von Poésies 123 mit Unterstützung des KI-Modells deepseek-chat erstellt.

Text veröffentlicht auf Poésies 123: https://www.poesies123.com/de/gedicht-uebergang-charles-cros/