Das Wiesel, das in einen Speicher schlüpfte

Fabel von Jean De La Fontaine Sammlung Die FabelnThemen TiereEpoche 17. Jahrhundert

Jungfer Wiesel, mit langem und schlankem Leib,
schlich durch ein enges Loch in einen Speicher ein:
Sie kam eben von einer Krankheit.
Dort lebte sie nach Herzenslust,
Die Galante tat sich gütlich,
fraß und nagelte: Gott weiß, was für ein Leben,
und der Speck, der bei diesem Anlass dahinging!
Da war sie, zum Schluss,
fett, feist und rund.
Als die Woche um war, nachdem sie zu Abend gespeist hatte,
hört sie ein Geräusch, will durch das Loch hinaus,
kann nicht mehr durch, und glaubt sich getäuscht,
aNachdem sie einige Runden gedreht,
»Das ist, sagt sie, die Stelle: da bin ich aber sehr überrascht;
bin ich doch hier fünf oder sechs Tage lang durchgekommen.«
Eine Ratte, die sie in Not sah,
sagte ihr: »Damals hattet Ihr den Bauch ein wenig weniger voll.
Mager seid Ihr hineingegangen, mager müsst Ihr hinaus.
Was ich Euch da sage, das sagt man noch vielen anderen;
Doch lasst uns nicht, indem wir zu tief grübeln,
ihre Angelegenheiten mit den Euren verwechseln.«

Jean de La Fontaine

Übersetzung von Poésies 123 mit Unterstützung des KI-Modells deepseek-chat erstellt.

Text veröffentlicht auf Poésies 123: https://www.poesies123.com/de/fabel-das-wiesel-das-in-einen-speicher-schluepfte-jean-de-la-fontaine/