An Herrn V. H.

Gedicht von Alfred De Musset Sammlung Neue GedichteEpoche 19. Jahrhundert

Sonett.

Man muß in dieser Welt gar viele Dinge lieben,
Um endlich zu erfahren, was man liebt am meisten,
Die Bonbons, das Meer, das Spiel, des Himmels Bläue,
Die Frauen, die Pferde, den Lorbeer und die Rosen.

Man muß mit Füßen treten kaum erblühte Blumen;
Man muß viel weinen, viele Abschiede sagen.
Dann merkt das Herz, daß es gealtert ist,
Und die dahingehende Wirkung enthüllt uns die Ursachen.

Von diesen vergänglichen Gütern, die man halb genießt,
Ist das Beste, das uns bleibt, ein alter Freund.
Man entzweit sich, man meidet sich. Laßt ein Zufall uns zusammenfinden,

So naht man sich, man lächelt, die Hand berührt die Hand,
Und wir erinnern uns, daß wir zusammen gingen,
Daß die Seele unsterblich ist und daß gestern morgen ist.

Alfred De Musset

Übersetzung von Poésies 123 mit Unterstützung des KI-Modells deepseek-chat erstellt.

Text veröffentlicht auf Poésies 123: https://www.poesies123.com/de/gedicht-an-herrn-v-h-alfred-de-musset/